Die Basis des Klimapakts ist ein Vertrag zwischen der Gemeinde und dem luxemburgischen Staat. myenergy (nationale Struktur für Information und Beratung in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energie) wurde vom Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen (MDDI) mit der Koordination des Klimapakts beauftragt.

Die Grundlage des Klimapakts ist das Gesetz vom 13. September 2012 (Memorial A 205 des 20. September 2012). Wichtig zu bemerken ist, dass dieses Memorial eine Gültigkeit bis Ende 2020 hat und somit eine langfristige Entwicklung geplant werden kann.

Durch den Beitritt einer Gemeinde zum Klimapakt verpflichtet sie sich das Qualitätsmanagementsystem EEA (European Energy Award ®) umzusetzen und ein Energiebuchhaltungssystem aufzubauen. Im Gegenzug bekommt die Gemeinde technische sowie finanzielle Unterstützung von myenergy.

Die technische Unterstützung umfasst: 1. Bereitstellung eines Klimaberaters 2. Bereitstellung aller Dokumente und Hilfsmittel (wie z.B. das EEA-Tool) die zur Umsetzung benötigt werden 3. Ein Energiebuchhaltungsprogramm namens ENERCOACH 4. Best-Practice Beispiele anderer Gemeinden 5. Anleitungen zur einfacheren Umsetzung 6. Helpdesk

Die finanzielle Unterstützung umfasst: 1. Die Bezahlung des externen oder internen Klimaberaters (25-50 Tage im Jahr) 2. Die Ausschüttung einer Aufwandsentschädigung von pauschal 10.000 € ab dem Beitritt der Gemeinde zum Klimapakt 3. Die Bezahlung einer variablen Beihilfe (5-35 € pro Einwohner) je nach Realisierungsgrad der Vorschläge des Maßnahmenkatalogs

Das internationale Zertifizierungssystem EEA (European Energy Award) ist das Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Energie- und Klimaschutzaktivitäten der Kommune erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft werden. Somit können Potentiale einer nachhaltigen Entwicklung erkannt und besser genutzt werden.

Ziel des EEA ist die Ersparnis von Energie, die Steigerung der Energieeffizienz, sowie die Steigerung des Einsatzes von erneuerbaren Energien. Es erfolgt durch die Umsetzung des Klimapakts automatisch eine Strukturierung der Klimaschutzziele der Gemeinde. Es wird darüber hinaus eine nachhaltige Entwicklung in den Bereichen von Energie und Mobilität weitergetrieben bzw. in die Wege geleitet.

Zentrales Tool ist der bestehende Maßnahmenkatalog der folgende Bereiche umfasst: 1. Entwicklungsplanung, Raumordnung 2. Kommunale Gebäude, Anlagen 3. Versorgung, Entsorgung 4. Mobilität 5. Interne Organisation 6. Kommunikation

Da es sich um ein internationales System handelt können auf Erfahrungen anderer Länder zurückgegriffen werden. Der Austausch mit anderen ausländischen Gemeinden ist vorgesehen. Der EEA heißt Cit'ergie in Frankreich, Energiestadt in der Schweiz, e5 in Österreich, PacteClimat in Luxemburg. Derzeit nehmen fast 25 Mio. EuropäerInnen am EEA teil.

 

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